Das Ruller Haus lebt

Hoftor Small

Sanierung des Gartens abgeschlossen

Mit dem neuen Hoftor ist die in 2019 begonnene Umgestaltung des Gartens am Ruller Haus mit der denkmalgeschützten Bruchsteinmauer abgeschlossen.

Lange war im Vorstand und Beirat über die Gestaltung eines neuen Hofeingangs, der das alte Holztor ersetzen sollte, beraten und gestritten worden. Letztlich entschied man sich für eine Gestaltungsidee und das Konzept des Stuttgarter Künstlers Matthias Megyeri. Dieser befasst sich schon seit vielen Jahren mit dem Aussehen und der Gestaltung von Sicherheitsprodukten und  untersucht dabei die verschiedenen kulturellen, sozialen und psychologischen Aspekte der visuellen Erscheinung von Schutz.

Im Fall „Ruller Haus“ orientierte sich Megyeri an den Radien der Tor-Kurven der alten Radabweiser, die an den klinkernen Torpfeilern seit jeher angebracht waren. Radabweiser sind Steinelemente zum Schutz von Gebäudeecken, Toreinfahrten oder Tunnelportalen vor Beschädigung durch Räder. Bevorzugt wurden dazu harte Gesteine verwendet, da Steine mit geringerer Festigkeit (zum Beispiel Sandsteine) sonst zu schnell von den eisernen Radreifen der Pferdewagen zerschlissen wurden. Auch die Radnabe sollte geschützt werden, da sie aus dem Rad etwas herausstand und bei Eckenberührung das ganze Rad und die Achse beschädigt worden wären, damals eine kostspielige und aufwendige Reparatur. Dieses architektonische Schutzelement findet mindestens seit der Römer- Zeit Anwendung.

Durch diese Orientierung ist eine formschöne, transparente vier-flügelige Toranlage entstanden, die entsprechend den Vorgaben des Vereins durchlässig und einladend aussieht.   Auch die ansprechende und qualitativ hochwertige Ausführung der Arbeiten durch den Metallbaubetrieb Richter, Hagen a.T.W. findet allgemeine Zustimmung.

Ermöglicht wurde die Aufwertung des Ruller Hauses mit  finanzieller Unterstützung  durch die Gemeinde Wallenhorst.

Kultur in Krisenzeiten

Das Ruller Haus blickt durch die harten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ein außerordentlich belastendes Jahr 2020 zurück, das alle sehr beansprucht hat. Gewohntes musste aufgegeben werden und manche gute Ideen sind aufgrund von Unwägbarkeiten dann doch im Rohr stecken geblieben. Gut, dass es einige kleine Lichtblicke gab, als im Gartenhof des Ruller Hauses dann doch etwas Kultur stattfand: eine Kinderveranstaltung im Rahmen des Projekts LiesA („Lesen ist ein starker Anfang“)  und zwei klassische Hofkonzerte fanden ihr Publikum.

Trotz allem gab  es auch im „Lockdown“ einige weitere Angebote, die unter den Corona- Bedingungen stattfinden konnten. Da sind zum einen die Lesewerkstätten und das Bilderbuchkino, die nach wie vor auf großes Interesse stoßen. Zum anderen hat sich eine Theatergruppe unter der Leitung der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück gebildet, die sich in den warmen Monaten regelmäßig im Hof getroffen hat. Zwischen beiden Angeboten hat sich sogar eine Schnittstelle ergeben, weil Kinder aus den Lesewerkstätten nun auch im Theaterprojekt mitmachen. Solche Synergien nützen dem Kulturverein als Ganzes. Vor dem „Weihnachtslockdown“ konnten diese Veranstaltungen unter Einhaltung der Hygieneregeln teilweise im Haus oder Hof stattfinden, weil sie unter „Bildungsveranstaltungen“ laufen. Das ist nun aber auch vorbei, vermutlich so lange bis die Infektionszahlen deutlich gesunken sind.

Besonders erfreulichFoto LiesA digital sm ist, dass Stephanie Scholze alias LiesA ein Lockdown-Angebot entworfen hat, das selbst in diesen Zeiten weiterhin funktioniert und eine Vielzahl von Kindern und Eltern erreicht.LiesA digitalist ein Werkstattangebot, bei dem die kleinen und erwachsenen Teilnehmenden per „ZOOM“ auf Laptop, Computer oder Tablet zusammenkommen und gemeinsam Bücher kennenlernen und sich austauschen. Für dieses Projekt war viel Vorbereitungszeit, technisches Know-how und Unterstützung der technikaffinen Kinder notwendig, bis LiesA das Angebot an den Start bringen konnte. Ein Angebot, das dem Ruller Haus in Zeiten des kulturellen Stillstands nicht nur ein treues Publikum beschert, sondern für den Verein auch ein Beitrag zur Sicherung der finanziellen Basis ist.


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In Vorbereitung ist für März/ April 2021 ein Festkonzert. Üblicherweise veranstaltet das Ruller Haus in jedem Jahr ein Neujahrskonzert mit klassischer Musik zur Einstimmung auf das neue Jahr, verbunden mit einem Neujahrsempfang. Die Veranstaltung fand in den zurückliegenden Jahren im Kapellenraum des Ruller Hauses statt, der Platz für etwa 80 Zuhörer bietet. Eine derartige Veranstaltung ist aufgrund der Corona-Pandemie in 2021 vorerst nicht möglich. Daher hat der Verein Ruller Haus zu der Kath. Kirchengemeinde Rulle Kontakt aufgenommen, die bereit ist, die Wallfahrtskirche für ein Konzert zur Verfügung zu stellen. Sobald die erhoffe Eindämmung der Corona-Epidemie nachhaltigen Erfolg hat, ist vorgesehen, ein Festkonzert in der Kirche zu veranstalten.

Aus Anlass des 250. Geburtstages des Komponisten  Ludwig van Beethoven, der im Dezember 1770 geboren wurde, wird ein Streichtrio von Beethoven im Mittelpunkt stehen.

Die Künstler sind drei renommierte Musiker aus der hiesigen Region. Doch zuvor müssen die coronabedingten Einschränkungen gelockert werden, denn die Musiker sind nicht aus einem Haushalt und können demzufolge nicht gemeinsam üben.

Das im Eigentum des Vereins Ruller Haus stehende Kulturhaus in der Klosterstraße steht unter Denkmalschutz. Zum Erhalt der Gebäudesubstanz sind ständige Sanierungen erforderlich. So stehen derzeit die teilweise Erneuerung des Sockelputzes an der Außenfassade sowie diverse Innenmalerarbeiten an. In diesem Zusammenhang sind eine neue Fassadenbeleuchtung sowie ein Hinweisschild zur Verbesserung der Sichtbarkeit des Hauses vorgesehen. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen sowie Investitionen für Rauchmelder und Notausgangsbeleuchtung und zur Verbesserung der Veranstaltungstechnik hat der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. aus dem „Programm zur Förderung investiver Maßnahmen kleiner Kultureinrichtungen“ kürzlich eine großzügige Zuschusszusage erteilt.  Der Verein ist darüber hinaus der Gemeinde Wallenhorst sehr dankbar, dass sie sich neben ihrer laufenden Unterstützung durch die Wallenhorster Kulturcard (WKC) ebenfalls mit einem ansehnlichen Zuschuss  an der Finanzierung der anstehenden Investitionsausgaben beteiligt.

Der Vorstand und der Beirat des Ruller Hauses sind weiterhin bemüht, sobald wie möglich wieder mit einem breiten kulturellen Programm an den Start zu gehen.

Darum unser eindringlicher Appell:

Vergesst die Kultur nicht! Vergesst die Künstler nicht!

Vorstand Ruller Haus e.V.

Außerdem:

In Zusammenarbeit mit der theaterpädagogischen werkstatt haben wir eine neue Theatergruppe im Ruller Haus gegründet

glück: suchen.warten.jagen

Überall ist eFoto: B.Imeyers zu finden und doch sucht es jeder Mensch: Das Glück.
Sowohl eine Mehrgenerationen- als auch eine Kindergruppe stellen sich den Fragen des Glücks.

Zusammen suchen wir nach Gründen zum glücklich sein.  

Zusammen warten wir auf das kleine, feine, stille Glück.

Zusammen jagen wir allem nach, was uns erfreut, in der Hoffnung, dass es lange an unserer Seite bleibt und uns glücklich macht.

 

Mehrgenerationengruppe 

Im September gab es einige Theaterkennlern-Proben draußen am Ruller Haus. Interessierte Bürger*innen konnten sich hier über das Projektvorhaben informieren, die künstlerische Leitung kennenlernen und durch erste Theaterübungen- und Spiele herausfinden, ob eine Teilnahme für sie in Frage kommt. Innerhalb dieses Prozesses hat sich eine humorvolle Gruppe von Erwachsenen gebildet, die nun seit Ende September wöchentlich im Ruller Haus zu Proben zusammenkommt. Erste Themenfindungen und Szenenideen wurden bereits entwickelt. Seit November werden die Proben auf digitalem Wege weitergeführt. Unter anderem setzen wir den Fokus auf für uns individuelle glücksrelevante Sachen. Vielleicht auch eine Idee für’s eigene Umsetzen?

 Foto Glück VKindergruppe

In einigen Schnupperterminen konnten Ruller Kinder der 1. – 4. Klasse das Theaterspielen ausprobieren. Auch hier hat sich eine feste Gruppe herauskristallisiert, die mit einer ganzen Probenwoche im Januar mit voller Kraft in das Projekt startet.

WICHTIG:

Wir arbeiten unter den vorgegeben Hygienemaßnahmen und passen unsere Proben ja nach Corona-Beschlüssen an.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Projekt wird gefördert durch den Landesverband Soziokultur Niedersachsen.

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